Implantate
Als Implantat bezeichnet man in der Zahnheilkunde eine künstliche Zahnwurzel. Sie wird operativ in einen zahnlosen Kieferbereich eingepflanzt. Der in die Mundhöhle hineinragende Pfeiler dient der Befestigung des Zahnersatzes wie Kronen, Brücken oder Prothesen. Mit Implantaten können Sie ohne Angst fest zubeißen, sprechen und lachen - kurz: das Leben wieder genießen..

 

Da Implantate die biologische Funktion der natürlichen Zahnwurzel übernehmen sollen, werden an die Implantat- Werkstoffe besonders hohe Ansprüche gestellt: Sie müssen
  • eine außerordentliche Gewebeverträglichkeit aufweisen

  • absolut unbedenklich im Hinblick auf Allergien sein und

  • wie ein natürlicher Zahn allen Kaubelastungen widerstehen

In der Mehrzahl der Fälle wird Titan als Reinmetall mit besonders strukturierter Oberfläche als Werkstoff für Implantate eingesetzt, da es vom menschlichen Organismus gut toleriert wird


Implantate werden eingebracht, um ästhetisch und funktionell hochwertigen Zahnersatz zu tragen. Das prothetische Versorgungsspektrum der modernen Zahnheilkunde wird durch die Implantologie erweitert und optimiert. Implantate ermöglichen zum Beispiel:

  • beim Ersatz eines einzelnen Zahnes die Nachbarzähne ohne jeden Substanzverlust zu erhalten

  • festsitzende Brücken mit komfortablem Sitz auch dort noch einzugliedern, wo sonst eine herausnehmbare Prothese eingesetzt werden müßte. 


Es heißt, Implantate schaffen häufig wieder die Voraussetzungen für einen den physiologischen Verhältnissen angepaßten Zahnersatz; während bei gleichem Restzahnbestand die Kaufunktion mit der üblichen prothetischen Versorgung nur eingeschränkt wieder hergestellt werden kann. Da sich schon ein fehlender Zahn auf die Gesamtfunktion des Kauorgans auswirken kann, ist leicht vorstellbar, welche Beeinträchtigungen fehlende Zähne oder gar Zahnlosigkeit für den Organismus und das Wohlbefinden des Menschen bedeuten. 


Die Behandlung erfolgt im wesentlichen in zwei Schritten:

Erster Behandlungsschritt

Die Implantate werden (unter örtlicher Betäubung) in den Kiefer eingebracht und das Zahnfleisch darüber geschlossen.

Es folgt eine Einheilphase von 3-6 Monaten, in der Sie einen provisorischen Zahnersatz tragen. Häufig ist es möglich, Ihren alten Zahnersatz für diesen Zeitraum auf die neuen Gegebenheiten anzupassen.

Während der Einheilphase ist im allgemeinen die Nahrungsaufnahme nicht beeinträchtigt. 

Zweiter Behandlungsschritt

Erst nach der ungestörten Einheilung kann die entgültige Versorgung mit dem Zahnersatz erfolgen. Der Zahnersatz wird auf den jetzt eingewachsenen Implantaten verschraubt oder zementiert. Ab jetzt hat Ihr Leben wieder Biß - genießen Sie es.

Ob Sie einen Zahn, mehrere Zähne oder alle Zähne verloren haben: Implantate zur Verankerung des Zahnersatzes sind eine natürliche Alternative. Vorausgesetzt der Patient ist erwachsen und der Kiefer entspricht gewissen Anforderungen.

Nach oben hin gibt es für Implantatversorgungen bei älteren Menschen keine Altersgrenze. Mit zunehmendem Alter wird der Kieferknochen normalerweise immer stärker abgebaut. Durch die mechanische Belastung mit Hilfe von Implantaten kann dieser Knochenabbau wirksam aufgehalten werden. 


Voraussetzungen, die unbedingt beachtet und erfüllt werden müssen:

Voraussetzung 1: Perfekte Mundhygiene

Wie auf andere Operationen muß sich ein Patient auch auf eine Implantation vorbereiten. Eine nicht konsequent nach Unterrichtung durchgeführte tägliche Mundhygiene kann das Behandlungsziel gefährden. Das heißt, bereits vor dem Eingriff muß die systematische Zahn- und Mundpflege perfekt sein. Während der drei- bis sechsmonatigen Implantat-Einheilphase beobachten wir bei unseren Patienten nicht nur den Heilungsprozeß, sondern kontrollieren und korrigieren ggf. die Mundhygiene-Maßnahmen. 

Voraussetzung 2: Check-up beim Arzt

Wir empfehlen unseren Patienten generell, sich vor Behandlungsbeginn einer generellen Untersuchung beim Hausarzt zu unterziehen. Eine verminderte Knochenregeneration, Diabetes, Bluthochdruck oder hormonelle Störungen sowie andere Erkrankungen, die eine Implantateinheilung negativ beeinflussen, können einer Implantatversorgung entgegenstehen.

Voraussetzung 3: Röntgenaufnahmen

Erst mit einer geeigneten Röntgenuntersuchung kann festgestellt werden, ob der entsprechende Kieferknochen qualitativ und quantitativ für eine Implantation ausreicht.

Voraussetzung 4: Die Zeit danach

Auf unsere Perfektion können Sie sich verlassen. Wir stellen die Diagnose, wählen das individuell passende Implantat aus und führen schließlich unter absolut sterilen Bedingungen die Implantation durch. Zuständig für den Langzeiterfolg sind allerdings Sie!. Eine besonders gewissenhafte und sorgfältige Mundhygiene muß sein. Vor allem kann Zahnbelag (Plaque) das Implantat gefährden. Sollten Sie sich also für ein Implantat entscheiden, richten Sie sich schon jetzt gedanklich darauf ein:

  • Nach dem Essen intensive und gründliche Reinigung.

Die Haltbarkeit von Implantaten hängt in großem Maße von der bereits erwähnten konsequenten Mundhygiene des Patienten ab. Ist diese nicht gründlich genug, könnten Entzündungen im Kiefer entstehen, die sogar zu Knochenschwund führen könnten. Das Implantat müßte dann wieder entfernt werden. Die Lebensdauer eines Implantates hängt aber auch von der Qualität und Quantität des Kieferknochens ab. Ein gesunder, stabiler und ausreichend vorhandener Kieferknochen gehört zu den wichtigen anatomischen Voraussetzungen, um den angestrebten Behandlungserfolg und eine lange Lebensdauer des Implantats zu gewährleisten.

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